Publiziert am: 15. Juni 2026

Kampf­mittel­sondier­ungen – Für sichere Erd­arbeiten

Auch wenn es mittlerweile achzig Jahre her ist, finden sich noch immer Teile abgeworfener Munition aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden. Solange sie dort ungestört bleiben, geht kaum Gefahr von ihnen aus. Durch mechanische oder physikalische Einwirkungen im Rahmen von Bauarbeiten hingegen, kann es zur Initiierung der Sprengkörper kommen. Ob indirekt durch Erschütterungen bspw. bei Abbrucharbeiten, durch Verdichtungsmaßnahmen, das Bewegen schwerer Baumaschinen, aufgrund von Ramm- bzw. Stemmarbeiten oder durch den direkten Zusammenstoß beim Graben – bei Erdarbeiten ist Vorsicht geboten. Zur Minimierung des Arbeitsrisikos sowie zum Schutz der Öffentlichkeit, müssen diese Gefahrenquellen frühzeitig identifiziert werden können. Aus diesem Grund werden Kampfmittelsondierungen durchgeführt.

Mithilfe verschiedener Messverfahren wie der Magnetik und Radarsensorik können im Boden verbliebene Gegenstände wie Granaten, Bomben oder Zünder, aber auch Nebel-, Brandkampf- oder Reizstoffe identifiziert werden. Ist das Erdreich anderweitig durch Eisen kontaminiert oder aber liegen technische Einbauten im Boden, funktionieren diese Messtechniken nicht. In solchen Fällen werden mit der Impuls-Neutron-Neutron-Technik (INN-Technik), einem sogenannten Isotopenverfahren vergrabene Kampfmittel aufgespürt.

Die bisherige Sondierung rund um die Steubenstraße hat keine Kampfmittel zutage gefördert. Die Erdarbeiten können daher ohne Sorge fortgeführt werden.